Fünf clevere Strategien, um beim Tanken richtig zu sparen

Tanken ist für viele Autofahrer ein ständiges Ärgernis. Auch wenn die Preise 2024 im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken sind, liegt ein Liter Super E10 im Durchschnitt noch bei rund 1,74 Euro, Diesel bei 1,65 Euro. Schon 2022 und 2023 waren die Spritkosten hoch, wie Zahlen des ADAC zeigen: Damals zahlte man durchschnittlich 1,86 Euro für E10 und 1,95 Euro für Diesel.

Doch trotz der hohen Preise gibt es Möglichkeiten, bares Geld zu sparen. Mit ein paar cleveren Strategien und der richtigen Planung lässt sich die Tankrechnung merklich reduzieren.

Wann lohnt sich Tanken wirklich?

Die Preise an Tankstellen schwanken stark – 2024 änderten sie manche Stationen bis zu 20 Mal pro Tag. Durchschnittlich variieren die Benzinpreise über den Tag um etwa zehn Cent pro Liter. Zwischen günstigen und teuren Tankstellen können die Unterschiede sogar bis zu 25 Cent pro Liter betragen. Diesel ist etwas weniger schwankungsanfällig.

Ein klarer Tipp: Beobachte den Tageszyklus. Morgens beginnen die meisten Tankstellen mit hohen Preisen. Abends zwischen 18 und 22 Uhr fallen die Preise meist auf ihr Minimum, etwa um 19 Uhr ist der günstigste Zeitpunkt. Nach 22 Uhr steigen sie wieder, weil viele Tankstellen schließen und die Konkurrenz abnimmt.

Fünf praktische Tipps, um Sprit zu sparen

Tipp 1: Tanke am frühen Abend Wer die Möglichkeit hat, sollte idealerweise zwischen 18 und 22 Uhr tanken. In diesem Zeitraum sind die Preise am niedrigsten – egal, ob du in der Stadt oder auf dem Land unterwegs bist.

Tipp 2: Finde dauerhaft günstige Tankstellen Billige Tankstellen bleiben meist günstig, teure Tankstellen teuer. Ein Preisvergleich lohnt sich zwar immer wieder, aber wer einmal eine preiswerte Station gefunden hat, spart oft auch am nächsten Tag.

Tipp 3: Meide Autobahn-Tankstellen Autobahntankstellen sind besonders teuer. Vor längeren Fahrten lohnt es sich, vorher vollzutanken. Muss unterwegs getankt werden, lohnt sich ein kleiner Umweg: Tankstellen etwas abseits der Autobahn sind oft deutlich günstiger. 2024 konnten die Aufschläge an Autobahntanken für Superbenzin bis zu 49 Cent pro Liter betragen, für Diesel bis zu 48 Cent.

Tipp 4: Umwege können sich lohnen Wenn du unterwegs bist, kann ein kleiner Umweg zu einer günstigeren Tankstelle die Kosten erheblich senken. Berechne vorher die Ersparnis pro Tankfüllung und setze sie ins Verhältnis zu den zusätzlichen Spritkosten für den Umweg. Beispiel: Bei einem Opel Corsa mit 45-Liter-Tank und 5 Litern Verbrauch pro 100 km lohnt sich ein Umweg von bis zu 56 km, wenn der Literpreis 1,70 Euro statt 1,60 Euro beträgt. Für andere Fahrzeuge variieren diese Werte je nach Tankgröße und Verbrauch.

Tipp 5: Nutze Tank-Apps für Preisvergleiche Tank-Apps wie Clever-Tanken, Benzinpreis-Blitz, Mehr-Tanken oder die ADAC Drive App zeigen die günstigsten Tankstellen in der Nähe an. Viele Apps erlauben Preisalarme, Favoritenlisten oder Verbrauchsrechner. So findest du schnell die beste Option und sparst dir den Gang von Tankstelle zu Tankstelle.

Zusätzliche Spartipps im Alltag

Neben den Spritpreisen kannst du auch durch deine Fahrweise sparen:

  • Früh in einen höheren Gang schalten und vorausschauend fahren.

  • Bei längeren Wartezeiten den Motor ausschalten.

  • Überhöhte Geschwindigkeit vermeiden: Bei 160 km/h verbraucht ein Auto rund ein Drittel mehr Sprit als bei 130 km/h.

  • Gewicht reduzieren und unnötige Extras wie Klimaanlage oder Sitzheizung ausschalten.

  • Reifen auf den richtigen Luftdruck prüfen und regelmäßige Wartung durchführen.

Wer täglich pendelt, kann mit diesen Maßnahmen spürbar sparen: Ein Arbeitnehmer, der 34 Kilometer pro Tag pendelt, kann bis zu 138 Euro pro Jahr einsparen, bei 60 Kilometer sind es rund 244 Euro, bei 80 Kilometer sogar etwa 326 Euro – allein durch die Wahl der günstigsten Tankstelle.

Warum schwanken die Spritpreise?

Die wichtigsten Faktoren für die Preisschwankungen sind der Rohölpreis, der Wettbewerb unter den Tankstellen und gesetzliche Abgaben wie die CO2-Steuer, die seit 2021 kontinuierlich steigt. Ab 2026 liegt der CO2-Preis bei 55 Euro pro Tonne und wirkt sich auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas aus.

Fazit

Mit ein wenig Planung, der Wahl des richtigen Zeitpunkts, cleveren Umwegen und praktischen Apps lässt sich die Tankrechnung merklich reduzieren. Auch die Fahrweise und regelmäßige Fahrzeugpflege spielen eine große Rolle, um langfristig Sprit zu sparen. Wer diese Tipps kombiniert, kann jedes Jahr mehrere hundert Euro sparen – eine lohnende Investition für jeden Autofahrer.

watch Assistir ao anúncio
Desbloqueie Mais